Warum defiköln?
Noch immer ist der plötzliche Herztod die häufigste Todesursache in
Deutschland. Auslöser sind zumeist minderdurchblutungsbedingte Herz-
rhythmusstörungen,
die sehr schnell zu einem Kreislaufstillstand führen.
So verstirbt erfahrungsgemäß jeder dritte Patient mit akutem Herzinfarkt
unter dem Bild des plötzlichen Herztodes. Aber auch unabhängig vom
Herzinfarkt: Ein solches Ereignis kann jeden treffen: jung und alt, sportlich
oder bequem, vermeintlich gesund oder bekanntermaßen krank.
Allein im Kölner Stadtgebiet wird der Rettungsdienst jährlich zu etwa
800 bis 1.000 „pulslosen“ Patienten gerufen, von denen erfahrungsge-
mäß
nur maximal 20% das Ereignis überleben. Grund für die schlechte
Prognose sind die irreversiblen Organ- und Hirnschäden, die bereits
3 bis 5 Minuten nach dem Herzstillstand eintreten. Das Zeitfenster für
effektive Hilfe ist somit denkbar kurz, für das Eingreifen von Notärzten
und geschultem Rettungspersonal in der Regel zu kurz. Pro Minute an-
haltender
Herzrhythmusstörungen bzw. nicht erfolgter Wiederbelebungs-
maßnahme sinkt
die Überlebenswahrscheinlichkeit um etwa 10%.
Lebensrettend ist in
dieser Situation einzig und allein die Laienreanimation einschließlich der
Laiendefibrillation mit Hilfe halbautomatischer Defis.

